Medizinische Informatik 3 (MI3)
3. Semester
5 ECTS | 4 SWS
Klausur 90 Minuten (K90)
Verstehe, wie digitale Systeme im Krankenhaus zusammenarbeiten: Du lernst, wie Informationssysteme in Kliniken und Praxen aufgebaut sind und wie sie Prozesse wie Patientenverwaltung, Abrechnung, Labor oder Bildgebung unterstützen. Dabei beschäftigst du dich mit wichtigen Standards und Schnittstellen, die den Austausch medizinischer Daten ermöglichen, sowie mit der Vernetzung verschiedener Systeme. Du lernst zudem, wie solche Systeme geplant, bewertet und in der Praxis eingesetzt werden, um Abläufe im Gesundheitswesen effizienter zu gestalten.
Inhalte
- Aufgaben, Aufbauorganisation und Behandlungsprozesse von Krankenhäusern, Arztpraxen und sonstigen Einrichtungen des Gesundheitswesens
- Grundlegende Begriffe und Definitionen zu Informationssystemen im Gesundheitswesen
- Module von Informationssystemen im Krankenhaus und im niedergelassenen Bereich (Patientenmanagement, Rechnungswesen, Material-, Anlagen-, Personalwirtschaft, Apotheken-Warenwirtschaftssysteme)
- Funktionsbereichssysteme wie z.B. Picture Archiving and Communication Systems (PACS), Radiologie-Informationssystme (RIS), Labor-Informationssysteme (LIS) etc.
- Standards im Bereich medizinischer Informationssysteme
- Kommunikationsstandards wie HL7 (CDA, FHIR), DICOM, xDT, EDIFACT etc.
- Interoperabilität und Initiativen wie Integrating the Healthcare Enterprise (IHE) etc.
- Modellierung von Informationssystemen
- Architekturmodelle für o. a. Informationssysteme
- Spezielle Aspekte wie Identifikationsverfahren, Master Patient Index (MPI), Zugriffsberechtigungskonzepte, Interoperabilität etc.
- Strategisches, taktisches und operatives Management von Informationssystemen im Gesundheitswesen Bewertung der Informationsverarbeitung in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen
Lernziele/Kompetenzen
Die Studierenden sind in der Lage,
- die Grundlagen zu Informationssystemen im Gesundheitswesen zu beschreiben, wobei hierbei u. a. auch Architekturmodelle, Basismodule und die Interoperabilität der Informationssysteme von großer Bedeutung sind,
- die Funktionsweise von rechnerunterstützten Informationssystemen im Gesundheitswesen zu erläutern,
- aufbauend auf diesen Kenntnissen, Software für Informationssysteme im Gesundheitswesen zu entwickeln, in der Praxis einzuführen und zu betreuen.
- erste Führungsaufgaben und Leitungsfunktionen im Management von Informationssystemen zu übernehmen und Schwachstellen der Systeme und der Organisationen zu analysieren. Systemanalysen im Falle von Informationsunsicherheit durchzuführen.
Literatur
- Winter A, Haux R, Ammenwerth E, Brigl B, Hellrung N, Jahn F: Health Information Systems. Springer: London (2011)
- Tiemeyer E: Handbuch IT-Management, Hanser Verlag (2017)
- Johner C, Haas P: Praxishandbuch IT im Gesundheitswesen. Hanser Verlag, 2009
- Haas, P.: Medizinische Informationssysteme und Elektronische Krankenakten. Springer: Berlin Heidelberg 2005.
- Lehmann, T. M. (Hrsg.): Handbuch der Medizinischen Informatik, 2., völlig neu bearb. Auflage. Carl Hanser: München Wien 2004.
Dozentinnen / Dozenten
Empfohlene Vorkenntnisse
Daten zum Modul
| Semester |
3 |
| Unterrichtssprache |
Deutsch |
|
Häufigkeit
|
Wintersemester
|
| Kreditpunkte |
5 |
| Modulverantwortlich |
Prof. Dr. Stefan Kraus |
| Dauer |
1 Semester |
| Studienleistung |
Keine |
| Prüfungsvorleistung |
Pflichtübung (PU) |
| Prüfungsleistung |
Klausur 90 Minuten (K90) |
Semesterwochenstunden
| Vorlesung |
3 SWS |
| Labor |
1 SWS |
| Summe |
4 SWS |
Arbeitsaufwand (work load)
| Vorlesung |
45 h |
| Labor |
15 h |
| Selbststudium |
90 h |
| Summe |
150 h |